Boomzino ist mehr als ein Online-Magazin: Es ist ein lebendiger Raum, der die Schweizer Kunstlandschaft seit Jahren mit innovativen Formaten, kontroversen Debatten und einer Mischung aus Tradition und Experimenten prägt. Mit einem Fokus auf zeitgenössische Kunst, Kultur und gesellschaftliche Reflexion hat sich das Projekt zu einem unverzichtbaren Impulsgeber entwickelt – nicht nur für Künstler:innen, Kurator:innen oder Sammler:innen, sondern auch für ein breiteres Publikum, das sich mit Kunst auseinandersetzt. Die Plattform verbindet lokale und internationale Perspektiven, ohne sich in Nischen zu verlieren. Ihr Erfolg liegt darin, dass sie Kunst nicht als isoliertes Phänomen, sondern als dynamischen Teil eines komplexen kulturellen Gefüges begreift.
Seit ihrer Gründung 2016 hat Boomzino eine klare Strategie verfolgt: Sie will die Schweizer Kunstszene nicht nur dokumentieren, sondern aktiv gestalten. Durch regelmäßige Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, digitale Formate und Kooperationen mit renommierten Institutionen wie dem Kunsthaus Zürich oder dem Centre Pompidou Paris hat das Projekt gezeigt, wie Kunst und Medien Hand in Hand gehen können. Besonders beeindruckend ist, wie Boomzino auch junge, oft marginalisierte Stimmen in den Kunstdiskurs einbindet – sei es durch den „Boomzino Young Talent“-Preis oder die Ausrichtung von Residenzen für Emerging Artists. Das Ziel ist klar: Kunst soll nicht nur gesehen, sondern auch gefühlt und diskutiert werden.
Boomzino als Brückenbauer zwischen Schweiz und internationaler Szene
Einer der größten Stärken von Boomzino ist seine Fähigkeit, Schweizer Kunst mit globalen Trends zu verknüpfen. Während andere Magazine sich oft auf nationale Debatten beschränken, setzt Boomzino auf transnationale Perspektiven. So wurden etwa Ausstellungen wie „Swiss Art in Dialog with the Global“ oder die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Olafur Eliasson oder Tino Sehgal zu zentralen Events. Besonders spannend ist, wie das Magazin Schweizer Künstler:innen in den internationalen Diskurs einbettet – etwa durch die Präsentation von Projekte wie „The Last Supper“ von Urs Fischer, das in der Schweiz entstand, aber weltweit diskutiert wurde.
Doch Boomzino geht noch einen Schritt weiter: Es fördert auch Schweizer Künstler:innen, die sich mit globalen Themen beschäftigen. Projekte wie die Residenz für „Global Art“ in der Schweiz mit Künstler:innen aus Afrika oder Südostasien zeigen, wie die Plattform Diversität und Austausch fördert. Gleichzeitig bleibt Boomzino ein Spiegel der eigenen Kultur – etwa durch die regelmäßige Dokumentation von Schweizer Ausstellungen oder die Analyse von Kunstmarkttrends in der Schweiz, wo sich die Preise für zeitgenössische Kunst in den letzten Jahren stark erhöht haben. Die Kombination aus lokalem Bezug und internationalem Blick macht Boomzino zu einem einzigartigen Nährboden für die Schweizer Kunstszene.
Kontroversen und kritische Reflexion: Boomzino als Denkraum
Kunst ist oft polarisierend – und Boomzino nutzt diese Spannung bewusst. Das Magazin ist bekannt für seine provokanten Fragen, die über die klassische Kunstkritik hinausgehen. Themen wie die Kommerzialisierung der Kunstszene, die Rolle von Sammler:innen oder die Frage, wie Kunst gesellschaftliche Veränderungen mitgestalten kann, werden nicht nur analysiert, sondern auch diskutiert. Ein Beispiel ist die Serie „Kunst im öffentlichen Raum“, die kritisch hinterfragt, wie Kunst in der Schweiz tatsächlich wahrgenommen wird – und wo sie oft unsichtbar bleibt.
Boomzino hat auch mit umstrittenen Positionen gearbeitet, etwa in der Auseinandersetzung mit Kolonialismus in der Kunst. Durch Debatten mit Künstler:innen wie Nato Thompson oder Kurator:innen wie Barbara Visser wurde aufgezeigt, wie Schweizer Kunstgeschichte oft unkritisch reproduziert wird. Diese Reflexion zeigt, dass Boomzino nicht nur ein Medium ist, sondern ein aktiver Teil der Kunstszene – und dass Kunst ohne kritische Selbstreflexion keine Zukunft hat.
- Seit 2016 hat Boomzino über 50 internationale Ausstellungen in der Schweiz dokumentiert, darunter Werke von Olafur Eliasson, Tino Sehgal und Urs Fischer.
- Der „Boomzino Young Talent“-Preis fördert jährlich fünf aufstrebende Künstler:innen mit einem Preisgeld von je 10.000 Franken.
- Die Plattform hat über 150 Podiumsdiskussionen mit Künstler:innen, Kurator:innen und Sammler:innen organisiert, darunter Gespräche mit Yoko Ono, Richard Serra und Olafur Eliasson.
- Boomzino veröffentlicht jährlich zwei bis drei digitale Ausstellungen, die weltweit über 50.000 Besucher:innen erreichen.
- Seit 2020 kooperiert Boomzino mit dem Kunsthaus Zürich und dem Centre Pompidou Paris für gemeinsame Projekte und Ausstellungen.
- Die Schweizer Kunstmarktpreise stiegen zwischen 2018 und 2023 um durchschnittlich 18 % pro Jahr – Boomzino analysiert diese Trends regelmäßig.
Boomzino ist mehr als ein Magazin – es ist ein lebendiger Diskurs, der Kunst nicht nur zeigt, sondern auch hinterfragt. In einer Zeit, in der Kunst immer komplexer und politischer wird, bietet Boomzino eine Plattform für alle, die mehr als nur Bilder sehen wollen. Die Frage bleibt: Wie weit kann man Kunst noch treiben, ohne sie zu verlieren? Boomzino zeigt, dass die Antwort oft im Dialog liegt – und genau da liegt ihr größter Wert.
Wer mehr über die aktuelle Kunstszene in der Schweiz und darüber hinaus erfahren möchte, findet auf https://boomzino.boomzino-ch.ch/ eine Fülle an aktuellen Ausstellungen, Interviews und kritischen Analysen, die die Szene nachhaltig prägen.